MandysNotizBlog

Teil VI: Leitungswasser, Schnaps und andere Mythen

Lasst uns über Leitungswasser sprechen: Ja? Nein? Vielleicht?

Ich bin für ein deutliches Ja! Weil es sehr gut kontrolliert ist, je nach Region prima schmeckt, schnell verfügbar und auch günstig ist.

Weiches oder hartes Wasser? Dann würde ich sogar sagen: Trinkt hartes Wasser. Ja genau, wegen dem Kalk. Und nein, die Gefäßen verkalken nicht dadurch. Kalk ist lediglich Calcium und Magnesium – super wichtig für Knochen, Zähne und Muskeln. Aber oft schmeckt es wie uäh! mit igitt! Man kann es durch den Filter jagen, dann sind aber auch wieder die guten Mineralien raus.

Wer es mag, kann ja ‚infused water‘ probieren und alles an Früchten und Kräutern mal reinschmeißen, was die Fantasie her gibt. WW hat dazu tolle Ideen.

Bei Säften bin ich zwiegespalten. Natürlich wegen des vielen Zuckers. Andererseits sind positive sekundäre Pflanzenstoffe wie Polyphenole drin, die sehr positiv für den Darm und die guten Bakterien sind. Gelegentlich ein Glas naturtrüber Apfelsaft (besonders viele Polyphenole) als Schorle oder pur ist da nicht schlimm.

Und der Schnaps nach dem Essen? Ich komme ursprünglich aus dem Harz und da gehört nun mal ein ‚Schierker‘ oder ‚Harzer Grubenlicht‘ nach dem Essen dazu, auch für mich. „Sind doch nur Kräuter“, sagt meine Mama immer Augenzwinkernd. Aber mittlerweile wissen wir alle: Neee, der hilft leider nicht wirklich.

Kommt der Schnaps in den Magen, verursacht er erstmal ein vermehrtes Ausschütten von Magensäure. Juchuuuu, das wollen wir doch. Und dann legt der Alkohol die Muskeln lahm. Bedeutet, der Magen macht PAUSE – kein Durchmischen, kein Pendeln. Hmmmm, blöd gelaufen. Ein Grund: der Alkohol muss erstmal verstoffwechselt werden. Denn es ist ein Zellgift und das loszuwerden ist Priorität Nummer eins und Aufgabe der Leber. Wenn ich da noch an die Kalorienchen denke, die jedes Schnäpschen mit sich bringt. Da ist die Tagesbilanz für die Füße.

Da sich aber die Muskeln im Magen entspannen, gibt die Magenwand etwas nach und man fühlt eine gewisse Erleichterung von der Nahrungsfülle (oder doch alles nur Kopfsache?)
Hier spielt das Maß eine Rolle.

‚Wie viel Liter soll ich jetzt eigentlich am Tag trinken?‘ Diese Frage habt ihr mir jetzt oft gestellt und ich denke, der sollte ich mich stellen. Natürlich hab ich mich auch nochmal schlau gemacht und diese Frage auch direkt bei den Meistern gestellt – einem Urologen und einem Gastroenterologen Und im Grunde haben mir beide das Gleiche gesagt: Das ist für jeden individuell.

Toll, was soll man denn nun mit so einer Aussage anfangen? Ich sag es euch: Jeder muss sein eigenen Bedarf finden und das abhängig von Größe, Gewicht, Alter, Außentemperatur, Vorerkrankungen, körperliche Anstrengung, Nahrungsaufnahme etc.
An Formeln halte ich mich dabei ungern, denn wenn sich nur einer der Faktoren verändert, wie Erkrankung oder Temperatur, ist die ganze Formel für den Hintern.

Wenn jemand schon die meiste Zeit seines Lebens 3 Liter am Tag trinkt und alle Check-ups beim Arzt gut sind, braucht man das niemanden ausreden. Unterschätzt nicht den Wassergehalt der Nahrungsmittel (gerade jetzt ist Melonenzeit – Wasser ohne Ende) .

Wenn ihr gesund seid, dann gibt euch euer Körper schon das richtige Zeichen: Durst. Dafür ist dieser Impuls da. Und wenn ihr ihn fühlt, seid ihr noch nicht ausgedörrt wie eine Trockenpflaume und müsst 1 Liter am Stück trinken. Es ist einfach nur der Hinweis: Trink doch mal nen Glas.
Kopfschmerzen, müde oder noch nicht auf Toilette gewesen? Auch hier hilft der kurze Check, ob man tagsüber genug getrunken hat.

Macht euch also nicht zu viele Gedanken. Mit der alten Faustregel: 2 l am Tag ist man noch nie schlecht gefahren

Und wenn ihr Rat braucht, fragt den Arzt eures Vertrauens. Dafür sollte er da sein.

Bis dahin: Gesund bleiben und…. Trinken. Eure Mandy

2 Kommentare

  1. liebe Mandy,
    jetzt hab ich endlich deinen Blog gefunden und freue mich so ,denn deine herzerfrischenden
    Einträge hab ich immer zum Frühstück gelesen ,sie waren sehr informativ für mich.
    Deshalb möchte ich mich auf diese Weise herzlich bedanken.
    Mach weiter so …
    Fernliebdrückerle Monika

  2. Jetzt weiß ich Bescheid mit dem Leitungswasser.
    Danke.
    An Wasserhahn in der Küche bin ich oft, deshalb werde ich mir ab sofort ein Glas dahinstellen.

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