MandysNotizBlog

Diabetes Mellitus – Süße im Blut (Teil II)

Die Diagnose Typ II Diabetes – Wie man sich selbst heilen kann

Nun haben wir`s also: Diabetes mellitus Typ II. Himmel, wie konnten wir es so weit kommen lassen?

Was genau ist passiert? Durch unseren ungesunden Lebensstil, haben wir an Bauchfett zugenommen. Bauchfett ist ein Risikofaktor für Diabetes. Die Körperzellen sind resistent gegen Insulin geworden.
Kein Insulin = der Zucker kann nicht in die Zelle. Der ganze Zucker, der nicht in die Zelle kann, zirkuliert im Blut.

Die Rolle der Niere

Die Niere hat eine Nierenschwelle. Bedeutet, wenn der Zuckerwert im Blut über diesen bestimmten Wert der Nierenschwelle steigt, wird der Zucker, der für unseren Körper eigentlich ein wertvoller Energielieferant ist, nicht mehr zurück in den Körper geholt, sondern tritt in den Urin über – honigsüßer Durchfluss.
Durch den Zucker werden die Bakterien angelockt und verursachen Harnwegsinfekte und Blasenentzündungen.

Weil der Zucker nicht in die Zelle kann, haben wir weniger Energie, weil der Baustoff für das ATP fehlt – wir fühlen uns schlapp und müde.

Der Arzt gibt uns zu verstehen, dass die Erkrankung auch genetisch bedingt ist. Man aber trotzdem einen großen Eigenanteil daran hat. Gewicht, Blutfettwerte, Bluthochdruck und Bauchfett sind alles Risikofaktoren.
Wenn wir die Folgeschäden wie Nierenschwäche, Sehverschlechterung und Nervenschäden vermeiden wollen, müssen wir jetzt unseren Lebensstil ändern. Aufgrund der Gesamtsituation mit schlechten Blutfettwerten und Bluthochdruck laufen wir sonst Gefahr einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu bekommen.
Wir sind doch noch gar nicht so alt. Ein Schicksal wie das unseres Vaters wollen wir nicht teilen.

Der Weg raus aus dem Diabetes

Also ändern wir unseren Lebensstil.
Wir nehmen als erstes regelmäßig unsere Tabletten gegen Bluthochdruck und hohe Blutfettwerte.
Wir machen uns Essenspläne: Weißes Mehl ist komplett von der Speisekarte geflogen. Der Zuckerkonsum wird drastisch reduziert.
Wir waren heute schon das erste mal Joggen und dachten, wir würden wegen unserer schlechten Kondition feierlich im Feldgraben versterben. Aber wir schaffen es mittlerweile drei mal die Woche raus.
Es gibt nun öfter Salat, mehr Hülsenfrüchte, mehr Fisch und Geflügel, Gemüse und Vollkornprodukte. Wir verlieren zusehends an Gewicht und am Wichtigsten, Bauchfett.
Wir kochen selbst, bereiten vor, ziehen nichts mehr aus irgendwelchen Automaten.
Mit der Zeit fühlen wir uns sehr viel fitter, wacher und besser.

Die Bauchspeicheldrüse (Pankreas)

Vor dem nächsten Arztbesuch ist uns aber trotzdem Bange.
Unser Blutdruck wird gemessen. Und, der ist auf einmal im Normalbereich.
Die Blutdrucktablette wird halbiert. Unser Arzt ist leicht beeindruckt. Die Blutentnahme geht schnell. Und auch diese Ergebnisse sind besser geworden. Die Nierenwerte sind besser. Die Blutfettwerte so gut, dass auch hier die Tablette halbiert wird.
Der HbA1c-Wert ist zwar immer noch leicht erhöht, aber weit weg vom ursprünglichen Wert. Wir sind aber auch noch nicht am Ziel angekommen.
Ein paar Kilos liegen noch vor uns und wir haben richtig Feuer gefangen.
Der Arzt gibt uns noch den Hinweis, dass Diabetes Typ II bei einer Gewichtsnormalisierung geheilt werden kann. Und genau DAS wollen wir.

Auf Diabetiker- und Diätprodukte mit Zuckeraustauschstoffen verzichten wir. Wenn, dann gönnen wir uns richtigen Zucker. Viel weniger als früher, dafür genießen wir es umso mehr.
Über Monate tut sich bei uns einiges auf der Waage – und zwar nach unten.
Ungefähr zwei Jahre nach der Diagnose Diabetes Typ II haben wir Normalgewicht, nehmen nur noch eine halbe Tablette gegen Blutfette, die für Blutdruck brauchen wir durch unser regelmäßiges Sportprogramm gar nicht mehr.
Wir haben uns selbst geheilt.
Der Arzt ist stolz auf uns, sagt aber, dass der Diabetes bei Gewichtszunahme wieder kommen kann. Wir behalten das im Auge – nie wieder zurück zu Krankheit und Übergewicht.

Der Schwangerschaftsdiabetes, Typ IV

Ein Diabetes, der das erste Mal in der Schwangerschaft auffällt.
Betroffene Frauen weisen meist die gleichen Risikofaktoren auf wie Frauen mit einem Typ II: Übergewicht. Besonders im zweiten und dritten Trimenon ist die Gefahr dafür erhöht, weil sich hormonell bedingt eine stärkere Insulinresistenz entwickelt. Oft symptomlos.
Regelmäßige Arztbesuche sind wichtig.
Manchmal muss aber auch Insulin gespritzt werden, wenn der Blutzucker sehr hoch ist und die Ernährung angepasst werden.
Das Ungeborene kann durch den Diabetes zu groß werden und auch für die Mutter ergeben sich Gefahren – eine Risikoschwangerschaft.
Nach der Geburt, verschwindet der Diabetes oft wieder. Die Frauen haben aber ein 50%iges Risiko in den nächsten 10 Jahren an Typ II zu erkranken.

Bis dahin . . . bleibt gesund. Eure Mandy

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